Volle Tanks - leere Teller
Wie der Energieverbrauch im reichen Norden zu Hungerkrisen im Süden führt.
Da auf der Nordhalbkugel der Erde immer mehr Nahrungsmittel zu Treibstoff verarbeitet werden, steigen die Nahrungsmittelpreise weltweit an. Dadurch wächst die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt: Statt einer angestrebten Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015 rechnen Experten nun mit einer Verdoppelung!
Denn die nachwachsenden Rohstoffe für diesen Agrosprit wachsen vornehmlich im Süden: Zuckerrohrethanol aus Lateinamerika, Palmöl aus Asien und sogar Jatropha aus Afrika. Sie verdrängen dort den Anbau von Grundnahrungsmitteln, führen zur Abholzung der letzten Regenwälder und zur Vertreibung von Kleinbauern und sie haben zu einer extremen Zunahme sklavereianaloger Arbeitsverhältnisse geführt.
An der Verknappung des Nahrungsmittelangebotes bereichern sich außerdem zunehmend Spekulanten an der Rohstoffbörse. Gegner sprechen daher von "Armutstreibstoffen" oder wie der Befreiungstheologe Frei Betto sogar von "Todessprit".
Referent: Wolfgang Hees, Freiburg
Wolfgang Hees, Landwirt und Geograf, ist Lateinamerikareferent bei Caritas international und hat im Lambertus-Verlag das Buch "Volle Tanks - leere Teller" herausgegeben.
| Termin | 21.10.2008 00:30 |
|---|---|
| Veranstalter | Attac Darmstadt und die Brasilieninitiative |
| Ort |
Nachbarschaftsheim Bessungen (Forstmeisterhaus)
in der Forstmeisterstraße zwischen Sandbergstraße und Bessungerstraße, Saal EG |
| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung |
last modified 11.10.2008 15:49