Der Kampf für eine gerechte Rente - gestern, heute und morgen
Information und Diskussion mit Heinz Schäfer, Hans-Jürgen Wittig und Walter Erb
Seit 2004 haben die Renten real ca. 10% an Kaufkraft verloren. Dies gilt ebenso für Arbeitslose und ALG-II-Bezieher. Auch nach 2009 soll es so weiter gehen. Die Regierungspolitik beraubt massiv die heutigen Rentner und noch mehr die heute Arbeitenden, die zukünftigen Rentner. Die Lohnempfänger von heute sind die Rentner von morgen, deren Verarmungsprozess sich zu einem gesellschaftlichen Skandal ausweitet.
Von der Absenkung der gesetzlichen Rente profitieren die Arbeitgeber jährlich mit einem 2-stelligen Milliardenbetrag. Die Beitragszahler sollen dafür das Doppelte aus eigener Tasche für die "Privatvorsorge" bezahlen. Während die Verwaltung der gesetzlichen Rente weniger als 2% kostet, kassieren Finanzkonzerne mit der Riester-Rente 10 bis 20%.
Die gesetzliche Rente hat in früheren Zeiten jegliche Alterung der Gesellschaft bei wachsendem Wohlstand für alle verkraftet und das ist auch künftig möglich, wenn Arbeitende und Rentner am Produktivitätsfortschritt teilhaben.
Widerstand ist nötig und möglich!
Bei der Veranstaltung mit nachfolgender Diskussion sprechen:
- Dr. Heinz Schäfer, DGB-Senioren Darmstadt: "Die Rente von Bismarck über Adenauer und Blüm bis Rürup, Riester & Co."
- Hans-Jürgen Wittig, VdK Kreisverband Darmstadt Stadt und Land: "Altersarmut beginnt schon in der Kindheit"
- Walter Erb, DGB-Stadtverband Darmstadt: "Der aktuelle Rentenbetrug, Jung gegen Alt und die Gewinner dabei, dargestellt an Beispielen und Prognosen"
Der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Paritätische Gesamtverband, der Sozialverband VdK Deutschland, der Sozialverband Deutschland, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands, der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen, der Deutsche Frauenrat, der Seniorenverband – Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen, der Jahresringe Gesamtverband e.V. und die Volkssolidarität Bundesverband e.V. haben sich zusammengeschlossen mit dem "Netzwerk für eine gerechte Rente" für folgende Ziele:
- Rücknahme des Gesetzes zur Rente mit 67
- Abschaffung des Nachholfaktors in der Rentenformel
- Anhebung des gesetzlichen Rentenniveaus über die Grundsicherung
- Alle Erwerbstätige erfassende, paritätisch finanzierte, gesetzliche Rentenversicherung nach dem Umlageverfahren = Erwerbstätigenversicherung.
| Termin | 25.04.2008 00:00 |
|---|---|
| Veranstalter | DGB Stadtverband Darmstadt, VdK Kreisverband Darmstadt-Dieburg, Netzwerk für eine gerechte Rente (Initiative Darmstadt) |
| Ort |
Hessisches Staatsarchiv, Vortragssaal
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Vortragssaal, Karolinenplatz, Darmstadt |
| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung, Podiumsdiskussion |
last modified 11.04.2008 21:56