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Die Finanzkrise - Ein Lehrstück über Eigenart, Leistungen und Macht des Finanzkapitals

Fondsschließungen, Kreditklemmen, Bankpleiten - Der Welterfolg einer Technik finanzkapitalistischen Geschäfts zeigt Wirkung

An den Finanzmärkten herrscht ‚Krisenstimmung’. Wegen einiger uneinbringlicher Hypothekenschulden? Verarmte amerikanische Häuslebauer stürzen das Weltfinanzsystem in die Krise? Es ist wohl eher umgekehrt: Die Geldnöte amerikanischer Bürger ebenso wie die Kreditbedürfnisse einer gehobeneren Kundschaft sind für globale Finanzgeschäfte eigener Art gut!

Banken, hört man, vergeben nicht bloß Immobilien- und andere Kredite; sie bündeln Kredite zu Wertpapieren, die sie veräußern, und machen damit Milliarden. Wie können Banken etwas, das sie weggegeben haben, mit Gewinn zu Geld machen?

Jetzt schreiben Banken Milliarden ab; für grundsolide erklärte Finanzprodukte verlieren plötzlich ihren Wert. Worin bestehen eigentlich solche Vermögen, die sich schlagartig in Verluste verwandeln können? Was ist da für ein Reichtum produziert worden?

Diese Krise geht uns alle an, hört man; denn jetzt drohen ‚Rückwirkungen’ auf die übrige Wirtschaft: Von der hat sich das Wachstum des Finanzkapitals offensichtlich gründlich freigemacht. Umgekehrt aber hängt all das, was ‚Realwirtschaft’ heißt, das Produzieren, Häuserbauen, Konsumieren, vom Gelingen der Spekulationsgeschäfte ab. Woher rührt eigentlich diese reale Macht des Finanzkapitals?

Sonst ruft die Finanzwelt nach staatlicher Zurückhaltung, jetzt nach Eingreifen. Nicht vergeblich. Während bei Arbeitslosen und Rentnern die ‚Kassen leer’ sind, stiftet die europäische Zentralbank hunderte Milliarden zur Rettung der Finanzgeschäfte. Deren Fortgang ist anscheinend existenziell für ‚unser’ Wirtschaftssystem.

Kein gutes Zeugnis für diese Produktionsweise!

 

Termin 23.01.2008 01:30
Veranstalter Gruppe 2d, Zeitschrift Gegenstandpunkt
Ort Hauptgebäude der TU Darmstadt (Hochschulstraße 1, S103)
Raum wird noch bekannt gegeben!
Veranstaltungs-Art Informationsveranstaltung
Kontakt gruppe2d@web.de
Link http://2d.blogsport.de/2008/01/14/vortrag-zur-finanzkrise/

 
last modified 14.01.2008 14:28

Die Finanzkrise

Posted by Anonymous User at 09.09.2008 00:58
Fast jeder Mensch weiß, daß Vertrauen auf lateinisch Credit heißt. Also wird Geld, welches ursprünglich
für andere Zwecke bestimmt war, nun zur Vermeidung von Mißtrauen verwendet. Dieses latente Unbehagen
setzt das Wissen um die Existenz einer "Spekulationsblase" voraus. Ich habe Marx so verstanden, daß die
"lebendige Arbeit" in einer "gesunden" Marktwirtschaft einen gewissen Prozentsatz nicht unterschreiten
soll. An den vielen Arbeitslosen ist jedoch unschwer zu erkennen, daß dies längst eingetreten ist.
Möglicherweise gibt es demnächst in staatlichen Druckereien wieder Vollbeschäftigung in 3 Schichten.-

Die Finanzkrise

Posted by Anonymous User at 09.09.2008 00:59
Fast jeder Mensch weiß, daß Vertrauen auf lateinisch Credit heißt. Also wird Geld, welches ursprünglich
für andere Zwecke bestimmt war, nun zur Vermeidung von Mißtrauen verwendet. Dieses latente Unbehagen
setzt das Wissen um die Existenz einer "Spekulationsblase" voraus. Ich habe Marx so verstanden, daß die
"lebendige Arbeit" in einer "gesunden" Marktwirtschaft einen gewissen Prozentsatz nicht unterschreiten
soll. An den vielen Arbeitslosen ist jedoch unschwer zu erkennen, daß dies längst eingetreten ist.
Möglicherweise gibt es demnächst in staatlichen Druckereien wieder Vollbeschäftigung in 3 Schichten.-

Detlev

Erstellt von Uli Franke mit Plone
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