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Immer mehr Krieg in Afghanistan und Pakistan

Diskussion zum Krieg am Hindukusch

Die Gruppe 2d und der GegenStandpunkt Verlag laden ein zur Diskussion des Themas:

Immer mehr Krieg in Afghanistan und Pakistan

Folgende Fragen wollen wir gemeinsam klären:
  • Worum geht es in dem Krieg? Warum befinden es die herrschenden Mächte als so unabweislich, dass an dieser Front bis zum bitteren Ende gesiegt werden muss? Was hat es mit Obamas „neuer Strategie“ auf sich: Was ist neu am Kriegsschauplatz „Afpak“?
  • Die Mächte des freien Westens führen diesen Krieg einerseits gemeinsam, andererseits „arbeitsteilig“ in Gestalt von zwei kriegführenden Instanzen: OEF (= USA) und ISAF (NATO). Im Rahmen dieser Arbeitsteilung“ kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen über die Kriegsführung. Worum geht es bei diesem Streit zwischen den Kriegsherren?
  • Wieso werden „deutsche Interessen „am Hindukusch verteidigt“? Was leistet der Afghanistan-Krieg für die Emanzipation Deutschlands zur eigenständigen Militärmacht?


Jede(r) Interessierte ist zur Diskussion herzlich eingeladen!

Seit nunmehr acht Jahren führen die USA und ihre NATO-Verbündeten in Afghanistan Krieg – und ein Ende, so sagen sie selbst, ist nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil: Der neue US-Präsident hat diesen Krieg zur obersten außenpolitischen Priorität erklärt, hat 20 000 zusätzliche Soldaten an die Front geschickt und eine neue Kriegsstrategie unter dem Titel „Afpak“ verkündet. In der wird das Kriegsgebiet höchstoffiziell auf den Nachbarstaat Pakistan ausgeweitet; und die pakistanische Armee verleiht dem Nachdruck, indem sie selbst Teile des eigenen Staatsgebiets mit Krieg überzieht. Die Wirkungen dieses gewalttätigen Vorgehens auf die „Zivilbevölkerung“ darf der interessierte Zeitungsleser in Gestalt immer neuer Heerscharen von Elendsfiguren zur Kenntnis nehmen, die vor Panzeraufmärschen und Bombenhagel fliehen. In dieser Weltecke beherrscht militärische Gewaltanwendung alle Lebensumstände. Und das, so die obersten westlichen Heerführer, muss so weitergehen und noch um Einiges eskaliert werden, damit ihr Kriegsziel erreicht wird. Dieses Kriegsziel heißt offiziell „Ausrottung des Terrorismus“; und das ist nach Auskunft der westlichen Mächte so unbedingt, dass der Einsatz von Panzern, Bomben und Kampftruppen nicht aufhören kann und darf, bevor nicht der letzte Feind zur Strecke gebracht ist. Von Rückschlägen lassen sich die westlichen Kriegsherren ebenso wenig bremsen wie von den zerrüttenden Wirkungen, die der Krieg auf alle ökonomischen und politischen Verhältnisse in der Region ausübt; sie stellen sie beim Kriegsführen in Rechnung.

Die veröffentlichte Meinung der kriegführenden Nationen nimmt das alles einigermaßen abgebrüht zur Kenntnis. Darauf, dass in Afghanistan und nun auch zunehmend in Pakistan Krieg herrscht und sonst nichts, hat man sich hierzulande längst eingestellt. Die Zustimmung zum Ziel des Krieges ist so grenzenlos, dass sich die freie Presse dessen Begründung gleich spart: Da reicht der bloße Hinweis, dass es gegen „Terroristen“, gegen Osama Bin Laden und „die Taliban“ als dessen Schutzmacht geht, und die geistige Front steht. Bedenklichkeiten gegenüber der Kriegsführung kommen bestenfalls unter dem Gesichtspunkt auf, ob sich diese „Feinde der Menschheit“ so überhaupt klein kriegen lassen.

 

Termin 12.10.2009 19:00
Veranstalter Gruppe 2D, Gegenstandpunkt Verlag
Ort Linkstreff Georg Fröba
Landgraf-Philipps-Anlage 32 (links gegenüber dem DGB-Haus)
Veranstaltungs-Art Informationsveranstaltung
Kontakt Gruppe 2D ,   gruppe2d@gmail.com
Link http://2d.blogsport.de

 
last modified 08.10.2009 15:36

Erstellt von Uli Franke mit Plone
Politnetz-Logo by Claudia Lehmann