Die amerikanische Außenpolitik und der Krieg in Gaza
Jour Fixe des GegenStandpunkt-Verlages und der Gruppe 2D
Wir laden ein zur Diskussion folgender Themen:
1. Die Außenpolitik der neuen amerikanischen Regierung
2. Der Krieg in Gaza: Kriegsgrund, Kriegsziel, die Rolle der USA und der EU
Zu 1.
Anhand der Rede die der amerikanische Vizepräsident J. Biden auf der Sicherheitskonferenz in München gehalten hat wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen was es mit der friedfertigen Art des Auftretens der neuen US-Regierung auf sich hat.
Wie passt diese zusammen mit Ansagen der Art:
"Wir werden versuchen, alle Bestandteile unserer Macht einzusetzen - militärische und diplomatische, nachrichtendienstliche und strafverfolgungsrechtliche, wirtschaftliche und kulturelle – um das Enstehen von Krisen zu verhindern, bevor wir mit ihnen konfrontiert werden. Kurz gesagt, wir werden versuchen, die amerikanische Stärke voll und ganz wiederzuerlangen, angefangen mit der Diplomatie." (aus der Biden-Rede)
?
Und warum meint Merkel in ihrer Rede betonen zu müssen
"Erstens – das ist meine und die Erwartung vieler Europäer an die Vereinigten Staaten von Amerika: Uns sollte meiner Meinung nach einen, dass die internationalen Konflikte heute von keinem Land mehr allein gelöst werden können, sondern dass wir einander brauchen. Wir müssen dies gemeinsam tun. Egal, wie groß ein Land ist, keiner kann dies allein tun. Das heißt, der kooperative Ansatz muss die Grundlage unseres Handelns sein."
?
Als Material dienen uns die Reden Bidens und Merkels:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Sicherheitskonferenz/2009-biden-dt.html
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Sicherheitskonferenz/2009-merkel.html
Zu 2.
Nachdem wir uns das vorletzte Mal mit der journalistischen Verarbeitung des Gazakrieges beschäftigt haben und uns zuletzt mit der Antrittsrede von Obama auseinandersetzten, wollen wir dieses Mal Grund und Zweck des Krieges im Gazastreifen besprechen. Dabei muss auseinander gehalten werden welches Interesse Israel als Subjekt des Krieges verfolgt und welche Kalkulationen die USA als mächtiger Förderer und militärischer Ausrüster des kleinen Staates Israel mit diesem haben. Unweigerlich bringt uns dies zu sprechen auf die Außenpolitik der neuen amerikanischen Administration, womit beide Themen zusammengeführt sind. Aber auch die Interessen der EU bzw. ihrer Anführer Deutschland und Frankreich müssen auf den Punkt gebracht werden.
Jeder Interessierte ist zur Diskussion herzlich eingeladen!
1. Welche Interessen im Nahen Osten bedienen sich kriegerischer Mittel zwecks ihrer Durchsetzung? Worin liegt eigentlich ihre fundamentale Unverträglichkeit so dass seit 60 Jahren Appelle zum Frieden und zahlreiche Vermittlungsversuche nichts daran ändern dass ein Krieg nach dem anderen „ausbricht“?
2. Die USA mahnen zur „Verhältnissmäßigkeit der Mittel“ beim Kriegführen und verhindern eine Verurteilung des Gazakrieges durch die UNO. Sie rüsten Israel mit Milliarden aus dem eigenen Staatshaushalt auf und führen gleichzeitig eine Friedensverhandlung nach der anderen. Wie sieht er eigentlich aus, der Friede im Nahen Osten wie die USA ihn sich wünschen?
3. Die EU-Staaten stellen sich einerseits vorbehaltlos hinter Israel, mahnen andererseits einen Krieg ohne Opfer bzw. die Verwirklichung der Kriegsziele ohne Krieg an. Was soll das? Welches Interesse verrät sich durch die kunstvolle Scheidung zwischen schuldigen und unschuldigen Opfern? Und was heißt das, wenn ein Aussenpolitiker sie vornimmt? Ist es nicht offensichtlich, dass die Israelische Regierung diese Scheidung ganz anders vornimmt? Bloß wegen verschiedener moralischer Maßstäbe? Wohl kaum.
1. Die Außenpolitik der neuen amerikanischen Regierung
2. Der Krieg in Gaza: Kriegsgrund, Kriegsziel, die Rolle der USA und der EU
Zu 1.
Anhand der Rede die der amerikanische Vizepräsident J. Biden auf der Sicherheitskonferenz in München gehalten hat wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen was es mit der friedfertigen Art des Auftretens der neuen US-Regierung auf sich hat.
Wie passt diese zusammen mit Ansagen der Art:
"Wir werden versuchen, alle Bestandteile unserer Macht einzusetzen - militärische und diplomatische, nachrichtendienstliche und strafverfolgungsrechtliche, wirtschaftliche und kulturelle – um das Enstehen von Krisen zu verhindern, bevor wir mit ihnen konfrontiert werden. Kurz gesagt, wir werden versuchen, die amerikanische Stärke voll und ganz wiederzuerlangen, angefangen mit der Diplomatie." (aus der Biden-Rede)
?
Und warum meint Merkel in ihrer Rede betonen zu müssen
"Erstens – das ist meine und die Erwartung vieler Europäer an die Vereinigten Staaten von Amerika: Uns sollte meiner Meinung nach einen, dass die internationalen Konflikte heute von keinem Land mehr allein gelöst werden können, sondern dass wir einander brauchen. Wir müssen dies gemeinsam tun. Egal, wie groß ein Land ist, keiner kann dies allein tun. Das heißt, der kooperative Ansatz muss die Grundlage unseres Handelns sein."
?
Als Material dienen uns die Reden Bidens und Merkels:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Sicherheitskonferenz/2009-biden-dt.html
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Sicherheitskonferenz/2009-merkel.html
Zu 2.
Nachdem wir uns das vorletzte Mal mit der journalistischen Verarbeitung des Gazakrieges beschäftigt haben und uns zuletzt mit der Antrittsrede von Obama auseinandersetzten, wollen wir dieses Mal Grund und Zweck des Krieges im Gazastreifen besprechen. Dabei muss auseinander gehalten werden welches Interesse Israel als Subjekt des Krieges verfolgt und welche Kalkulationen die USA als mächtiger Förderer und militärischer Ausrüster des kleinen Staates Israel mit diesem haben. Unweigerlich bringt uns dies zu sprechen auf die Außenpolitik der neuen amerikanischen Administration, womit beide Themen zusammengeführt sind. Aber auch die Interessen der EU bzw. ihrer Anführer Deutschland und Frankreich müssen auf den Punkt gebracht werden.
Jeder Interessierte ist zur Diskussion herzlich eingeladen!
1. Welche Interessen im Nahen Osten bedienen sich kriegerischer Mittel zwecks ihrer Durchsetzung? Worin liegt eigentlich ihre fundamentale Unverträglichkeit so dass seit 60 Jahren Appelle zum Frieden und zahlreiche Vermittlungsversuche nichts daran ändern dass ein Krieg nach dem anderen „ausbricht“?
2. Die USA mahnen zur „Verhältnissmäßigkeit der Mittel“ beim Kriegführen und verhindern eine Verurteilung des Gazakrieges durch die UNO. Sie rüsten Israel mit Milliarden aus dem eigenen Staatshaushalt auf und führen gleichzeitig eine Friedensverhandlung nach der anderen. Wie sieht er eigentlich aus, der Friede im Nahen Osten wie die USA ihn sich wünschen?
3. Die EU-Staaten stellen sich einerseits vorbehaltlos hinter Israel, mahnen andererseits einen Krieg ohne Opfer bzw. die Verwirklichung der Kriegsziele ohne Krieg an. Was soll das? Welches Interesse verrät sich durch die kunstvolle Scheidung zwischen schuldigen und unschuldigen Opfern? Und was heißt das, wenn ein Aussenpolitiker sie vornimmt? Ist es nicht offensichtlich, dass die Israelische Regierung diese Scheidung ganz anders vornimmt? Bloß wegen verschiedener moralischer Maßstäbe? Wohl kaum.
| Termin | 16.03.2009 19:00 |
|---|---|
| Veranstalter | Gruppe 2D, Gegenstandpunkt Verlag |
| Ort |
Linkstreff Georg Fröba
Landgraf-Philipps-Anlage 32 (links gegenüber dem DGB-Haus) |
| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung |
| Kontakt | gruppe2d@gmail.com |
| Link | http://2d.blogsport.de |
last modified 07.03.2009 22:20