Wissenschaftstag: Wie weit darf der Mensch gehen?
Podiumsdiskussion zur Biotechnologie
Wohin verschiebt der Mensch seine Grenzen? Genom-Entschlüsselung und Fortpflanzungsmedizin, Hirnforschung und Sterbehilfe, Sehnsucht nach Unsterblichkeit mit Implantaten, Einsatz humanoider Roboter, Konstruktion künstlicher Intelligenz. Moderne Biotechnologien sind ein hochbrisantes und umstrittenes Schicksalsthema unserer Zeit. In ungewöhnlicher Kombination - aus Sicht der Biochemie und der Philosophie - beziehen Experten der Technischen Universität Darmstadt in der Centralstation Position.
Hans Günter Gassen, emeritierter TU-Professor für Biochemie und Experte für biotechnische Zukunftsprojekte, ist einer der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Biotechnologie in Deutschland. Er ist Mitgründer und Förderer junger Biotech-Start-ups wie B.R.A.I.N. AG, N-ZymeBiotec und der Genius GmbH und sitzt im Beirat sowie im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen. Er engagiert sich auch in der internationalen Biotech-Szene, aber die Förderung der Biotechnologie in Deutschland liegt ihm besonders am Herzen.
Petra Gehring, Philosophie-Professorin an der Technischen Universität Darmstadt, beschäftigt sich mit Geschichte und Theorie der Biowissenschaften. Sie vertritt einen kritischen Standpunkt und sucht in ihren Arbeiten Distanz zur modernen Biotechnologie. Aus ihrer Sicht wird der Stoff, aus dem die Menschen sind, zur Ware, moderne Gesellschaften betrieben 'Biopolitik'. Gehring fragt provokant, wie technisch Menschen ihren Körper im Alltag noch erleben und kalkulieren wollen, indem sie sich auf Biodaten und gerätegestützte Selbstkontrollen einlassen.
Bei dieser Veranstaltung treffen die beiden kontroversen Meinungen und Standpunkte aufeinander.
| Termin | 29.01.2007 23:00 |
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| Veranstalter | Centralstation in Kooperation mit der TU Darmstadt |
| Ort |
Centralstation
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| Veranstaltungs-Art | Podiumsdiskussion |
| Link | http://www.centralticket.de/ht/kalenderindex.html |
last modified 10.02.2007 16:46