Aspekte der Diversität
Wissenschaftstag: Nachhaltige Entwicklung auf dem Oberfeld
Das Hofgut Oberfeld ist der letzte Bauernhof in der Kernstadt Darmstadt. 2006 wurde er auf Betreiben der Vereine 'Initiative Domäne Oberfeld' und 'Projekt Lebensweg' sowie mit Hilfe der 'Stiftung Hofgut Oberfeld' und der Software AG Stiftung vor der Schließung bewahrt und in einen biologisch-dynamischen Betrieb umgewandelt. Der Aufbau einer ökologischen Landwirtschaft ist die Basis für einen sozialen Organismus, der Behinderten Arbeitsmöglichkeiten bietet und als Ort der Begegnung und Naturerfahrung fungiert. Im Rahmen der Centralstation-Reihe 'Wissenschaftstag' stellt Dipl.-Ing. agr. Eckart Grundmann vom Institut für Biologisch-Dynamische Forschung (IBDF) anhand der nachhaltigen Entwicklung auf dem Oberfeld die Aspekte der Diversität vor.
Denkt man heute an Diversität, ist damit meist die biologische Artenvielfalt gemeint. Auf dem Darmstädter Oberfeld soll sich in den kommenden Jahren jedoch auf vielen verschiedenen Ebenen Vielfalt entwickeln. Zunächst wird durch die Neugestaltung der Landwirtschaft nach biologisch-dynamischen Prinzipien eine Vielzahl an landwirtschaftlichen Kulturpflanzen hinzukommen. Eine weitere Neuheit sind die weidenden Rinder, die in wenigen Jahren eine Herde von bis zu 50 Tieren bilden werden. Die Produkte des Hofguts werden auf unterschiedlichen Wegen vermarktet. Gäste können sich im Hofcafé bewirten lassen, später soll es auch einen Hofladen geben. Um diese Aufgaben zu bewältigen, müssen neue Arbeitsbereiche für das Oberfeld entwickelt werden. Eine Gärtnerei wird entstehen, behinderte Menschen werden in die Arbeit eingebunden. Damit wird auch das soziale Leben bereichert. Hinzu kommen noch die vielen Kinder, die den Hof als Lernort kennenlernen können.
Die wichtigste Vielfalt auf dem Oberfeld ist daher vielleicht die der Menschen, die das Projekt unterstützen. Und die vielleicht wichtigste Aufgabe ist es, die verschiedenen Bereiche so zu entwickeln, dass sich die Vielfalt auf allen Ebenen optimal entfalten kann und dabei die Entwicklung jeder einzelnen Ebene fördert. Eckart Grundmann stellt in seinem Vortrag die Konzepte vor, mit denen diese Aufgaben gemeistert werden sollen.
Das Institut für Biologisch-Dynamische Forschung wurde 1950 in Darmstadt als privates, gemeinnütziges Institut in freier Trägerschaft gegründet. Als erste Einrichtung dieser Art in Europa, wenn nicht weltweit, betreibt es schon über 50 Jahre Forschung zum ökologischen Landbau. Seit 2005 arbeitet das Institut unter dem Dach des Forschungsrings für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise und hat heute etwa 20 Mitarbeiter.
| Termin | 19.02.2008 00:00 |
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| Veranstalter | Centralstation |
| Ort |
Centralstation Darmstadt, Halle EG
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| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung |
last modified 13.02.2008 22:44
Veranstaltung fällt aus!