Personal tools
Document Actions

Philipp Benz berichtet über das KZ Osthofen

Als wäre es erst gestern gewesen, ...

Philipp Benz wurde am 13. März 1912 in Arheilgen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule beginnt er eine Maurerlehre, die er aber auf Geheiß seines Vormundes abbrechen muss, um eine Ausbildung zum Landesvermessungsgehilfen zu beginnen. 1929 entschließt er sich aber, seiner Neigung nachzugehen und den Besuch der Baugewerbeschule fortzusetzen. Diese Ausbildung schließt er 1932 als Hochbauingenieur ab.

Bereits 1926, also mit 14 Jahren, tritt er der SAJ (Sozialistische Arbeiter Jugend) bei und engagiert sich hei den Naturfreunden. 1931 wird er Mitglied im Kommunistischen Jugendverband (KJVD), der Roten Hilfe und der KPD. Ab 1932 übernimmt er auch Funktionen innerhalb dieser Organisationen und engagiert sich politisch gegen den aufkommenden Nationalsozialismus.

Wegen dieser Tätigkeiten wird er Anfang September 1933 verhaftet und mit sieben weiteren Genossen in das KZ Osthofen eingeliefert. Nach seiner Entlassung wird er arbeitslos. Ende März 1934 erneut verhaftet, wird er vom Oberlandesgericht Darmstadt wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt, aber mangels Beweisen freigesprochen. Um den ständigen Vorladungen durch die Gestapo zu entgehen, verlässt er nach seiner Freilassung Darmstadt. 1934 wird er als Arbeitsdienstler nach Nürnberg zum Reichsparteitag abkommandiert. 1935 arbeitet er als Katasterzeichner in Braunschweig, 1936/37 in einem Baubüro in Nürnberg. Erst 1945 kehrt er nach Arheilgen zurück. Hier lässt er sich als freischaffender Architekt nieder.

Ein Zeitzeuge berichtet über seine Erlebnisse.

 

Termin 15.02.2009 11:15
Veranstalter Freireligiöse Gemeinde
Ort Darmstadt
Haus Geistesfreiheit, Herdweg 31
Veranstaltungs-Art Informationsveranstaltung

 
last modified 08.02.2009 20:37
RSS-Feed abonnieren
Was ist RSS?
 

Erstellt von Uli Franke mit Plone
Politnetz-Logo by Claudia Lehmann