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Bahn unterm Hammer

Dokumentarfilm: Unternehmen Zukunft oder Crash-Fahrt auf den Prellbock

Ein Börsengang der Bahn ist "planmäßig vorbereitet", so Bahnchef Mehdorn auf der Bilanzpressekonferenz in Berlin. Diese "glanzvolle Bilanz" nimmt der Film "Bahn unterm Hammer" zum Ausgangspunkt einiger kritischer Nachfragen. Der Film zeigt die zwei Gesichter der Bahn: glitzernde Bahnhofswelten mit First-Class-Service einerseits und verfallene Gleisanlagen, verlassene Bahnhöfe, gnadenlose überfüllte Züge, neuwertige Loks und Waggons vor der Schrottpresse andererseits.

Die Filmemacher zeigen, wie die Bahn bereits seit Jahren auf Privatisierungskurs gesteuert wird und welche fatale Folgen dies hat. Vor der Kamera sprechen Bürgermeister, deren Städte und Unternehmer, deren Firmen von der Schiene abgehängt wurden. Schaffner, Servicepersonal und betroffene Bürgerinnen und Bürger kommen zu Wort. Gezeigt wird der Alltag im deutschen Schienenverkehr. Präsentiert wird der triste Alltag im britischen Schienenverkehr, wo die Privatisierung der Bahn zu einer dramatischen Zunahme von Verspätungen und schweren Zugunfällen geführt hat. Der Film hat auch einen ganz konkreten regionalen Bezug: Er zeigt die Auswirkungen der Privatisierung der Odenwaldbahn auf Bahnkunden und Beschäftigte.

Wird die deutsche Bahn demnächst dem privaten Kapitalmarkt mit seinen Hedgefonds überlassen? Wer zahlt die Rendite der "Investoren"? Wird eine Bürgerbahn im öffentlichen Eigentums den Interessen von Bahnkunden, Steuerzahlern und nicht zuletzt der Umwelt besser gerecht? Diesen Fagen geht der Film nach.

 

Termin 16.05.2007 18:00
Veranstalter DGB-Senioren
Ort DGB-Haus
Rheinstraße 50, Hans-Böckler-Saal
Veranstaltungs-Art Filmvorführung
Kontakt Horst Raupp

 
last modified 09.05.2007 22:36

Erstellt von Uli Franke mit Plone
Politnetz-Logo by Claudia Lehmann