Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel
Eine Herausforderung an die Volksparteien
Prof. Heiko Geiling (Leibniz Universität Hannover) im Gespräch mit Michael Siebel, MdL.
Das Fünfparteiensystem ist spätestens mit der Bundestagswahl 2005 auch in der alten Bundesrepublik angekommen. Die mit der Bundesrepublik verbundene Erfolgsgeschichte der Volksparteien als politische Integrationsmaschinen scheint dem Ende nahe, denn ihnen gelingt es nicht mehr, die Vielfalt ihrer Wahlklientel mit den bisher gewohnten Themen und Methoden zu mobilisieren.
Eine zunehmende Gleichschaltung der Parteiflügel – so die Kritik – verkenne die steigende Bedeutung des massiven sozialen Strukturwandels und der Modernisierung der Wählerschaft. Themen wie politische Beteiligung, soziale Sicherung, ökologische Nachhaltigkeit, der Abbau von Privilegien und autoritärer Bevormundung scheinen mittlerweile in kleineren Parteien größere Berücksichtigung zu finden als in den Volksparteien.
Um dies zu ändern, ist eine Neubelebung der umfassenden Mobilisierung gesellschaftlich-politischer Mitbestimmung von zentraler Bedeutung: Menschen dürfen nicht mehr nur als Kostenfaktor gefürchtet, sie müssen wieder als wirtschaftliche und politische Produktivkräfte wahrgenommen werden. Nur so könnten auch jene intermediär wirkenden gesellschaftlichen Gruppen und Akteure eingebunden werden, über die sich die sozialen Milieus der großen konservativen und modernen Arbeitnehmermitte dann integrieren ließen.
Als Fortsetzung unserer Reihe zur "Zeitenwende" wollen wir mit Herrn Prof. Dr. Heiko Geiling und mit Ihnen über diese Aspekte diskutieren.
Anmeldung erbeten.
| Termin | 21.04.2009 20:00 |
|---|---|
| Veranstalter | Politischer Club Darmstadt (Friedrich-Ebert-Stiftung) |
| Ort |
Jagdhofkeller
Bessunger Straße 84, 64285 Darmstadt |
| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Öffentliche Sitzung |
| Kontakt | Rosita.eckl@fes.de |
last modified 19.04.2009 16:24