Armut in einem reichen Land – Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird
Referat Prof. Dr. Christoph Butterwegge im Begleitprogramm "Kunst trotz(t) Armut"
"Armut" ist zuletzt aus einem Tabu- beinahe zu einem Topthema geworden, das in Talkshows über die Neufestsetzung der Hartz-IV-Regelsätze, die Angst der Menschen vor einem sozialen Absturz, den Zerfall der Mittelschicht oder die Folgen der Weltfinanzkrise sehr häufig erörtert wird. Man spricht jetzt zwar viel mehr darüber, nimmt sie aber ebenso wenig als gesellschaftliches Kardinalproblem wahr und ernst wie in der Vergangenheit. Die in der wohlhabenden Bundesrepublik spürbar zunehmende Armut wird deshalb auch nicht konsequent bekämpft, sondern immer noch geleugnet, verharmlost und "ideologisch entsorgt". Wie das in Politik, Massenmedien und Wissenschaft geschieht, zeigt der Referent an zahlreichen Beispielen. Was getan werden müsste, damit sich die Kluft zwischen Arm und Reich wieder schließt, macht Butterwegge abschließend deutlich.
Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Seine letzten Buchveröffentlichungen zum Thema: "Kinderarmut in Ost- und Westdeutschland" (2. Aufl. Wiesbaden 2008), "Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird" (2 Aufl. Frankfurt am Main/New York 2011) sowie "Krise und Zukunft des Sozialstaates" (4. Aufl. Wiesbaden 2011)
| Termin | 28.10.2011 11:00 |
|---|---|
| Veranstalter | Diverse Wohlfahrtsverbände |
| Ort |
Darmstadtium
Zugang Alexanderstraße |
| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung |
last modified 04.10.2011 21:15