"Mein blaues Cello"
rexFilmGespräch und Konzert mit Frankfurts "Stadtstreicher" Frank Wolff
Frankfurts Stadtstreicher Frank Wolff musiziert live auf seinem Cello und stellt sich mit Regisseur Wolfgang Würker dem rexFilmGespräch.
"Mein blaues Cello“, Deutschland 2010, Länge: 60 Min., Regie: Wolfgang Würker
Er ist auf den großen und kleinen Bühnen Frankfurts unterwegs, spielt bei Ausstellungseröffnungen und Jubiläen, bei Hochzeiten und Todesfällen. Mit seinem Cello tanzt Frank Wolff durch Deutschland und manchmal um die halbe Welt. "Ich bin ein Weltmusiker in meinem Gefühl. Ich suche das Weite und komme gerne zurück, um das Erlebte zu verarbeiten und etwas daraus zu machen."
Frankfurt ist für Frank Wolff die Stadt mit den scharfen Kontrasten, hässlich und schön zugleich. "Vieles, was ich mit dem Cello gefunden oder erfunden habe, wäre vielleicht anderswo so nicht entstanden." Der Film folgt Frankfurts Stadtstreicher (Petra Roth in ihrer Rede zur Verleihung der Goetheplakette) schließlich in jene Grenzbereiche, in denen Musik aufhört und das Geräusch beginnt. Er zeigt Gegenwart und Vergangenes, erzählt von Leben und Tod. Vor fünf Jahren stirbt Anne Bärenz, Wolffs Partnerin auf der Bühne und im Leben. "Das Cello hat ja nicht nur etwas Sentimentales und Romantisches, sondern auch etwas Melancholisches. Das bin ich auch, nicht nur vom Gefühl und der seelischen Verfassung. Es ist auch ein Teil von meinem Körper."
Der „Heimatfilm“ über den weltbekannten Cellisten Frank Wolff ohne Berührungsängste zur U-Musik macht neugierig auf den Menschen, seine Kreativität und sein Werk, zeichnet subtil Höhen und Tiefen eines Künstlerlebens und wie sich der Frankfurter „Stadtstreicher“ durch die Main-Metropole inspirieren lässt. Frank Wolff prägt die Stadt und die Stadt prägt ihn. (Begründung der Jury des Hessischen Filmpreises)
| Termin | 17.05.2011 20:00 |
|---|---|
| Veranstalter | rex Kino |
| Ort |
rex Kino
Grafenstraße |
| Veranstaltungs-Art | Filmvorführung, Konzert/Fest |
last modified 24.04.2011 10:34