Wird der Teufel mit Belzebub ausgetrieben?
Schutz und Entwicklung der Menschenrechte im Widerstreit mit "humanitären" militärischen Interventionen
Ist die Forderung nach einer universellen Durchsetzung der Menschenrechte nur ein Alibi für die Durchsetzung von Interessen derjenigen, die militärisch intervenieren?
In den letzten Jahren hat es wiederholt ein militärisches Eingreifen von außen gegeben (z.B. in Afghanistan). Es ist nachzufragen, ob die dort lebenden Menschen Fortschritte hinsichtlich ihrer Lebensmöglichkeiten und Freiheitsrechte erreichen konnten oder ob nur neue Kriegsherren und Herren kamen, also lediglich "der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben" wurde. Sicherheitspolitische Strategien, dahinter stehende ökonomische Interessen und humanitäres Goodwill stehen jedenfalls im Widerspruch. Deutsche Soldaten sind zunehmend dabei, die globalen Legitimationsdefizite sind aber enorm - und Hilfsorganisationen streiten für mehr spürbare Erfolge für die Menschen. Wie kann es nach Analyse der gemachten Erfahrungen und unter Beachtung des gegenwärtigen Systems der Staatengemeinschaft zu einer echten Stärkung der Menschenrechte kommen?
Thomas Gebauer, Geschäftsführer der Hilfsorganisation medico international, wird diese Fragen zu beantworten suchen.
| Termin | 21.06.2007 23:00 |
|---|---|
| Veranstalter | IANUS-Gruppe an der TU Darmstadt |
| Ort |
Residenzschloss
Gebäude S3/13, Raum 36 (Hörsaal) |
| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung |
| Link | http://www.ianus.tu-darmstadt.de/Termine/ |
last modified 12.06.2007 22:11