Protestkundgebung bei Tegut
Gegen Leiharbeit-Lohndumping in tegut-Filialen
Auslöser für den Protest war ein Beitrag im Darmstädter Echo (7./8.08.2010) unter dem Titel "Schuften für einen Minilohn"
In diesem Artikel wird die Praxis des Zeitarbeitsunternehmens "Teamwork - Die Büttgen GmbH" thematisiert, welches ihren MitarbeiterInnen u.a. auch in Tegut-Filialen arbeiten lässt. Für ihre Tätigkeit erhalten diese Kolleginnen und Kollegen von "Teamwork - Büttgen" einen Hungerlohn von 5,20 Euro. Diese Löhne scheinen aber die Geschäftsführung der Supermarktkette Tegut nicht weiter in ihrer Selbstzufriedenheit zu stören.
Das Verhalten des Leiharbeitsunternehmens "Teamwork - Büttgen" steht exemplarisch für eine Branche, die durch den Gesetzgeber - in diesem Fall die ehemalige SPD-Grünen Koalition - in die Lage versetzt wurde, mit unternehmernahen Scheingewerkschaften, u. a. dem "Christlichen Gewerkschaftsbund", Tarifverträge abzuschließen, die praktisch nichts anderes als Hungerlöhne beinhalten.
Bei solchen Dumpinglöhnen wundert sich niemand mehr, dass der Staat seit Einführung von Hartz IV sage und schreibe 50 Milliarden Euro ausgegeben hat, um die Niedriglöhne auf die Regelsatzhöhe des Arbeitslosenheld II "aufzustocken".
Die Erwerbslosen wissen, dass die Einführung von Hartz IV mitentscheidend dafür war, dass die BRD nun europaweit den größten Niedriglohnsektor hat. Das war von allen "Hartz IV-Parteien" auch so gewollt, und die Unternehmer sind "in Partylaune". Mit dieser Praxis muss endlich gebrochen werden. Die GALIDA fordert deshalb in einem ersten Schritt die Einführung eines bundesweiten gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro und die sofortige Erhöhung des Hartz IV Regelsatzes um mindestens 80 Euro.
| Termin | 18.08.2010 11:00 |
|---|---|
| Veranstalter | Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt (GALIDA) |
| Ort |
tegut-Filiale Ludwigstr. 2
|
| Veranstaltungs-Art | Demonstration |
last modified 16.08.2010 20:10