Water makes money
Film über die Privatisierung der Wasserversorgung
Zum bundesweiten Start des privatisierungskritischen Films "Water makes money" am Tag der Nachhaltigkeit in Hessen, laden der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Cowo21 in dessen Räumlichkeiten ein. Im Anschluss an den Film kann mit zwei Experten diskutiert werden. Zuvor bietet das "Co-Working-Space" ab 19 Uhr für alle Interessierten die Möglichkeit einer Besichtigung.
Der Film zeigt, wie private Konzerne aus Wasser Geld machen. Mit falsch berechneten Kosten und mangelhafter Wartung von Anlagen für die Wasserversorgung und -entsorgung erwirtschaften "Wasserkonzerne" wie Veolia und Suez aus Frankreich millionenschwere Extraprofite. Die Wasserpreise für den Verbraucher sind bei privaten Versorgern um 20 – 60% höher als bei öffentlichen. Innerhalb der letzten 10 Jahre ist allein Veolia in 450 deutschen Städten groß in die Wasserversorgung eingestiegen. Insgesamt sind beide Konzerne schon in etwa 72 Ländern auf fünf Kontinenten präsent. Ein weltweites Wassermonopol ist ein beunruhigendes Szenario.
| Termin | 23.09.2010 20:00 |
|---|---|
| Veranstalter | BUND, Cowo21 |
| Ort |
Cowo21
Holzhofallee 21 |
| Veranstaltungs-Art | Filmvorführung |
| Link | http://darmstadt.bund.net/nc/termine/cal/event/20100923//list-5783/tx_cal_phpicalendar//water_makes_money_filmpremiere_am_23_september_2010/ |
last modified 18.09.2010 09:24
Hermann Scheer zur Privatisierung
http://www.youtube.com/watch?v=m3__i7ULbcQ
Das ist ein Ausschnitt aus dem Film "Let's Make Money" von Erwin Wagenhofer (ab 52:00).
Wir Berliner wollen unser Wasser zurück !
Seit Jahren setzt sich die Bürgerinitiative «Berliner Wassertisch» dafür ein diese Teilprivatisierung rückgängig zu machen. Endlich, am 28. Juni 2010, hat die zweite Stufe des Volksbegehrens über die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben begonnen. Es müssen ca. 173.000 Unterschriften gesammelt werden, damit ein Volksentscheid stattfinden kann. Zunächst wollte der Senat von Berlin das Volksbegehren verbieten, doch das Landesverfassungsgericht zeigte ihm die rote Karte (Urteil vom 6. Oktober 2009 - VerfGH 63/08).
Sollte das Volksbegehren gelingen, handelt es sich um einen Präzedenzfall und einen Meilenstein im Kampf gegen die Privatisierung öffentlicher Güter. Die Zeit ist jedoch knapp, nur noch bis zum 27. Oktober 2010 können die Einwohner Berlins ihre Unterschrift leisten.
Alle Informationen zum Volksbegehren:
http://www.berliner-wassertisch.net/
Jan Hanfeld