"In Worten gemalt" - Bildnis einer verlorenen Zeit
Der Maler und Holocaust-Überlebende Samuel Bak liest aus seinem Buch
Samuel Bak ist 1933 in Wilna, dem "Jerusalem des Ostens", geboren und wurde dort als Kind unter anderem mit Hilfe von Karl Plagge, dem aus Darmstadt stammenden Wehrmachtsoffizier, vor der Ermordung gerettet. Samuel Bak setzt in seinem "dem Gedächtnis einer hingemordeten Welt" (Amos Oz) gewidmeten, brillant geschriebenen Werk nicht allein der untergegangenen Welt Wilnas und des jüdischen Litauen ein Denkmal, er nimmt die Leser ebenso mit in die Geschichte einer teils ausgelöschten, teils nach dem Überleben auch der Lust am Leben wieder zugewandten Familie.
Eines der letzten großen literarischen Zeugnisse einer bürgerlichen assimilierten ostjüdischen Familie im vorigen Jahrhundert und zugleich eine Geschichte des 20. Jahrhunderts mit alle ihren Beschädigungen. Der als Kind das Inferno im Ghetto und seine abenteuerliche Flucht auch deswegen überlebte, weil er begann, das Unaussprechliche zu malen. Später wurde er ein international bekannter Künstler, mit Ausstellungen in vielen Ländern der Welt, zuletzt in der israelischen Holocaust Gedenkstätte Jad Vashem im Beisein von Amos Oz, der die Laudatio hielt. Samuel Bak hatte, was ihm während der Shoah und später geschah, seit seiner Kindheit 60 Jahre lang nur in seinen Bildern ausdrücken können - bis er dieses Buch schrieb.
Weitere Mitveranstalter: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Evenarí-Forum, Georg-Büchner-Buchladen
| Termin | 16.10.2007 00:00 |
|---|---|
| Veranstalter | Jüdische Gemeinde, Darmstädter Geschichtswerkstatt |
| Ort |
Darmstadt
Breuersaal der Jüdischen Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Straße 26 |
| Veranstaltungs-Art | Lesung |
| Link | http://www.darmstadtnews.de/index.php?shownews=10380 |
last modified 14.10.2007 22:08