Darmstadt 1936: Vorläufer und Station der Ausstellung Entartete Kunst
Referat der Kunsthistorikerin Elisabeth Krimmel
Die Ausstellung „Entartete Kunst“ wurde am 19. Juli 1937 in München in den Hofgarten-Arkaden eröffnet und zeigte 650 konfiszierte Kunstwerke aus 32 deutschen Museen. Bis April 1941 wanderte sie in zwölf weitere Städte. Sie zog über 3 Millionen Besucher an und damit mehr als die propagierte "Große Deutsche Kunstausstellung". In der Ausstellung „Entartete Kunst“ wurden die Werke von Künstlern mit Zeichnungen von geistig Behinderten gleichgesetzt und mit Fotos verkrüppelter Menschen kombiniert, die bei den Besuchern Abscheu und Beklemmungen erregen sollten. So sollte der Kunstbegriff der avantgardistischen Moderne ad absurdum geführt und moderne Kunst als „entartet“ und als Verfallserscheinung verstanden werden. Diese Präsentation „kranker“, „jüdisch-bolschewistischer“ Kunst diente auch zur Legitimierung der Verfolgung „rassisch Minderwertiger“ und „politischer Gegner." Warum war diese Ausstellung schon 1936 in Darmstadt zu sehen?
| Termin | 14.10.2007 22:00 |
|---|---|
| Veranstalter | Kunsthalle Darmstadt |
| Ort |
Darmstadt
Steubenplatz 1 |
| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung |
last modified 11.10.2007 16:34