Ainadamar
Oper von Osvaldo Golijov über das Leben von Federico García Lorca
Text von David Henry Hwang | spanische Übersetzung und Musik von Osvaldo Golijov | in spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Ainadamar, das arabische Wort für „Quelle der Tränen“, ist der Name eines alten Brunnens bei Granada, bei dem der spanische Dichter Federico García Lorca 1936 zu Beginn des spanischen Bürgerkriegs von Anhängern der faschistischen Falange erschossen wurde. Die Schauspielerin Margarita Xirgu, die eng mit Lorca befreundet war, wird noch viele Jahre danach von Erinnerungen an die schrecklichen Ereignisse verfolgt. Noch einmal durchlebt sie den Weg, den sie gemeinsam mit Lorca gegangen ist.
Lorca beschrieb die Melodie des Flamenco einmal als etwas, das „auf einen Punkt gemeinsamen Sehnens und vollkommener Leidenschaft zustrebt“. Das ist die Atmosphäre, die die Oper Ainadamar des 1960 in Argentinien geborenen Komponisten Osvaldo Golijov schaffen will. Seine Musik ist gekennzeichnet von einer Mischung verschiedenster kultureller Einflüsse, die keine Berührungsängste kennt und spanische Musik, insbesondere den Flamenco, mit Elementen lateinamerikanischer Musik sowie Spuren christlicher, jüdischer und islamischer Traditionen vermengt. Ainadamar, diese erste Oper Golijovs, wird seit ihrer Uraufführung 2003 in Tanglewood von Begeisterungsstürmen des Publikums und der Presse begleitet. In Darmstadt kommt die Oper nun zur Europäischen Erstaufführung. Regie führt Mei Hong Lin, Direktorin des Tanztheaters Darmstadt, die gemeinsam mit dem Opern- und dem Tanzensemble den Kampf um Liebe und Freiheit auf die Bühne bringt.
- Musikalische Leitung | Martin Lukas Meister
- Inszenierungund Choreografie | Mei Hong Lin
- Bühne | Thomas Gruber
- Kostüme | Andrea Kannapee
| Termin | 01.12.2007 01:30 |
|---|---|
| Veranstalter | Staatstheater |
| Ort |
Darmstadt
Großes Haus |
| Veranstaltungs-Art | Theater |
last modified 25.11.2007 18:25