Von Stalkern und Amokläufern - Die Abgründe der menschlichen Psyche
Wissenschaftstag in der Centralstation
Wie 'ticken' Stalker? Warum verfolgen, belästigen und bedrohen sie einen anderen Menschen, obwohl sie doch wissen müssten, dass sie damit hinsichtlich ihres zumeist genannten Ziels, nämlich eine Beziehung einzugehen oder eine zerbrochene Partnerschaft zu kitten, eher das Gegenteil erreichen?
An der Arbeitsstelle für Forensische Psychologie der Technischen Universität Darmstadt hat die Arbeitsgruppe Stalking, geleitet von Prof. Hans-Georg Voß und Dr. Jens Hoffmann, die in Deutschland bisher größte Studie zum Thema durchgeführt. Jens Hoffmann führt das Publikum anhand von Fallbeispielen auf eine beklemmende Reise in die Psyche von Stalkern und gibt konkrete Tipps, wie sich Betroffene am besten verhalten sollten.
Ein weiterer Themenschwerpunkt des Abends ist das psychologische Bedrohungsmanagement. Diese neue Disziplin der Kriminalpsychologie beschäftigt sich damit, mögliche Gewalteskalationen wie etwa die jüngsten Amokläufe an Universitäten und Schulen, aber auch Gewalttaten am Arbeitsplatz, früh zu erkennen und gegenzusteuern. Solche Früherkennung kann Leben retten: Denn die Wissenschaft zeigt auf, dass geplanten Gewaltakten nahezu immer erkennbare Warnsignale vorausgehen. Jens Hoffmann zeigt anhand realer Fallbeispiele, welche Warnsignale solche Täter auf dem Weg zum Gewaltausbruch setzen. Zudem gibt der Psychologe einen Einblick in die Analysemodelle des Bedrohungsmanagements, mit deren Hilfe sich potenzielle Gewaltdynamiken früh identifizieren lassen.
| Termin | 18.12.2007 00:00 |
|---|---|
| Veranstalter | Centralstation Darmstadt |
| Ort |
Centralstation
Im Carree |
| Veranstaltungs-Art | Podiumsdiskussion |
| Link | http://www.centralticket.de/ht/infopages.php?vid=2593001 |
last modified 26.10.2007 14:20