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Freiheit für Mumia Abu Jamal

Rödelheim: Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten Infotour zur Verhinderung von Mumias Hinrichtung

Seit 27 Jahren bereits sitzt der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal als politischer Gefangener im Todestrakt von Pennsylvania (USA). Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und Klassenjustiz –der vorsitzende Richter verweigerte ihm das Geld für die Verteidigung und nannte ihn einen Nigger, der Staatsanwalt wählte sich eine Jury, die fast nur aus konservativen Weissen bestand und zeichneten dann vom Angeklagten das Bild eines eiskalten, linksradikalen Killers. In diesem von Rassismus und politischer Repression gekennzeichneten Prozess wurde der völlig chancenlose ehemalige Black Panther Pressesprecher zum Tode verurteilt. Die lebensfeindlichen Haftbedingungen im Todestrakt haben Mumia jedoch weder gebrochen noch zum Schweigen gebracht. Auch aus der Todeszelle gibt er nicht auf und schreibt gegen die Ungerechtigkeiten der kapitalistischen Gesellschaft. Er kämpfte in all den Jahren nicht nur für seine Freiheit, sondern setzt sich unermüdlich ein - für die "im Namen Gottes" zum Tode verurteilten Menschen in den Todestrakten der Welt. Aus gutem Grund ist Mumia deshalb auch als "Voice of the voiceless" (Stimme der Stimmlosen) bekannt. Mumias Fall ist beispielhaft für Tausende.

Jetzt ist Mumias Leben erneut bedroht. Anfang April 2009 zeigte das höchste Gericht erneut, was in den USA bereits bei vielen als "Mumia-Ausnahme" bekannt ist : jedes geltende Recht wird umgedeutet oder einfach ignoriert, wenn es der Absicht der Justiz und Politik im Weg ist, Mumia dafür zu töten, dass er nicht klein bei gibt. Nach Aussagen seines Anwalts R. Bryan befindet sich Mumia in der lebensgefährlichsten Lage seit seiner Festnahme 1981.

Schon zweimal haben weltweite Proteste die angeordnete Hinrichtung verhindern können (1995 und 1999) - nur eine breite internationale Protest- und Solidaritätsbewegung wird es auch diesmal fertig bringen können, dass der geplante staatliche Mord nicht durchgeführt werden kann.

Auf der Infotour wird über Mumias aktuelle Situation im Kampf um seine Freiheit und sein Leben berichtet, aber auch die gesellschaftlichen Motive benannt, die für das Schicksal der derzeit 2,3 Millionen Gefangenen in den USA verantwortlich sind.

Weitere Themen sind die Auswirkungen der Sklaverei, der Zwangsarbeit, der sog. Gefängnisreformen und des tief verwurzelten Rassismus in den USA. Besonderes Augenmerk wird dabei auf dem gefängnisindustriellen Komplex sowie der pausenlos angewandten Todesstrafe liegen. Wie können wir gemeinsam den angedrohten Justizmord verhindern? Welche Erfahrungen und Unterschiede gibt es zu früheren Abschnitten im Kampf um Mumias Leben und Freiheit?

Die Infotour wird gemeinsam von der Roten Hilfe e.V. und dem Berliner FREE MUMIA Bündnis durchgeführt.

 

Termin 22.09.2009 19:30
Veranstalter Zusammen e.V / Stadtteilprojekt Rödelheim
Ort Stadtteilprojekt Rödelheim
Alt-Rödelheim 12, 60489 Frankfurt am Main
Veranstaltungs-Art Informationsveranstaltung
Link http://zusammen-ev.de http://www.mumia-hoerbuch.de/bundnis.htm#infotour2009

 
last modified 21.09.2009 10:00
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Erstellt von Uli Franke mit Plone
Politnetz-Logo by Claudia Lehmann