Ratschlag und Aktionskonferenz am 27. / 28.6.09 in Kassel
Es soll über gemeinsame Perspektiven, Konzepte, Forderungen und Aktionen gesprochen werden
Am 28.3.2009 haben die Proteste gegen die herrschende Politik in der Krise einen ersten sichtbaren Auftakt genommen. „Wir zahlen nicht für eure Krise“ richtete den Blick auf Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Widersprüche, die durch die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte verschärft wurden.
Während die Profite dieser Politik individuell angeeignet wurden, werden die Kosten zu Lasten der Beschäftigten und Erwerbslosen, Rentner/innen, Studierenden und Schüler/innen etc. verteilt. Sei es direkt durch die Kürzungen von Bezügen und Leistungen, sei es indirekt durch die absehbare öffentliche Armut der kommenden Jahre. Am 16. Mai forderten Gewerkschaften ein Schutzschild für die Beschäftigten und die Bevölkerung statt für die Banken und Investoren; im Bildungsstreik der Schüler/innen und Studierenden werden die Bildungsbedingungen auch in den Kontext der Krise gestellt. (...)
Die Konferenz soll (mindestens) zwei Zielen dienen:
1. Sie soll ermöglichen, mit allen, die sich in der Kritik der derzeitigen Krisenbearbeitung treffen, über gemeinsame Perspektiven, Konzepte, Forderungen und Aktionen zu sprechen. Wir möchten weit mehr Gruppen und Organisationen, Bewegungen und Menschen für diese Diskussion gewinnen: Gewerkschaften und Gewerkschaftsjugenden ebenso wie entwicklungspolitische Gruppen, globalisierungskritische Bewegungen und Gruppen, die soziale Rechte vor Ort verteidigen. Entwickeln wir eine breite Plattform, mit der wir in unserer Vielfalt und trotzdem geeint in die Auseinandersetzungen der Zukunft eingreifen können.
2. Die Konferenz soll auch zu gemeinsamer Handlungsfähigkeit beitragen. Emanzipatorische Politik funktioniert nicht von oben nach unten. Schon jetzt gibt es einige lokale Bündnisse. Wir rufen alle Interessierten auf, im Vorfeld der Konferenz weitere Bündnisse in ihren Städten und Orten ins Leben zu rufen, die auf der Konferenz ihre Perspektiven austauschen und sich vernetzen können.
Wir möchte die Idee eines bundesweiten, dezentralen Aktionstags am 17. September wie auch mögliche Aktivitäten nach der Bundestagswahl diskutieren. Bei Aktionstagen könnten exemplarisch betriebliche Kundgebungen, Sozialproteste, Blockaden und andere phantasievolle Aktionsformen verbunden werden. Die verschiedenen Spektren könnten so die unterschiedlichen Krisen in einen Zusammenhang bringen, wir könnten längerfristig lokale und vernetzte Strukturen von Protest, Solidarität und Widerstand aufbauen.
Wir bitten aus organisatorischen Gründen dringend um Anmeldung unter:
konferenzanmeldung@kapitalismuskrise.org
| Termin | 27.06.2009 18:00 — 28.06.2009 17:00 |
|---|---|
| Veranstalter | Das Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ |
| Ort |
Kassel
Universität Kassel, Möncheberger Str.19 |
| Veranstaltungs-Art | Seminar |
| Link | http://www.kapitalismuskrise.org |
last modified 23.06.2009 21:01