Alfred Epstein – Ein jüdischer Antifaschist aus Mainz
Mainz: Veranstaltung zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Erinnerung und Portrait, mit Lesung aus Epsteins Memoiren
Alfred Epstein wurde am 14. Januar 1903 in Mainz geboren und verlebte dort seine Kindheit und Jugend. Er war in der jüdischen Jugendbewegung aktiv und Mitglied der SPD. Ebenso engagierte er sich im "Reichsbanner", einer sozialdemokratischen Schutzorganisation gegen Angriffe der reaktionären und faschistischen Bewegungen, auch auf Grund eigener Erfahrungen mit dem radikalisierten Antisemitismus.
Am 30. Mai 1933 flüchtete Alfred Epstein zunächst nach Paris. 1936 meldete er sich, wie kurz vorher sein Bruder Erwin, als Freiwilliger zu den Internationalen Brigaden nach Spanien zum Kampf gegen Franco. Nach dem Bürgerkrieg ging er zurück nach Frankreich und verpflichtete sich dort 1939 zur Französischen Fremdenlegion.
Anfang der 60er Jahre kehrte er nach Mainz zurück. 1966 wurde er für anderthalb Jahrzehnte Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Mainz. Alfred Epstein war Vorstandsmitglied im Zentralverband deutscher Verfolgter und Widerstandskämpfer, Mitglied der VVN und viele Jahre auch kommunalpolitisch aktiv. Er starb am 6. März 1991 in Mainz.
Mit dem Namen Alfred Epstein ist ein neues selbstbewusstes Auftreten der jüdischen Gemeinde verbunden.
| Termin | 27.01.2011 10:55 |
|---|---|
| Veranstalter | VVN-BdA Kreisvereinigung Mainz-Bingen |
| Ort |
Antiquariat am Ballplatz
Ballplatz 5 b, Mainz |
| Veranstaltungs-Art | Informationsveranstaltung, Lesung |
| Link | http://www.mainz.vvn-bda.de/Archiv/27-Jan-2011_WEB.pdf |
last modified 24.01.2011 10:59