KurdInnen in Hessen
Kongreß in Wiesbaden: Geschichte, Gegenwart und Perspektiven der Gleichstellung
Nach über 45 jähriger Arbeitsmigration leben nun fast 1 Million Kurdinnen und Kurden in Deutschland – davon Zehntausende in Hessen. Als ArbeitsmigrantInnen, Flüchtlinge oder AkademikerInnen kamen sie aus der Türkei, dem Iran, Irak und Syrien nach Hessen. Inzwischen ist ein großer Teil der Kurdinnen und Kurden in Deutschland eingebürgert. Viele von ihnen haben einen gesicherten Aufenthaltsstatus und gelten als weitgehend integriert. Obwohl die Kurdinnen und Kurden die zweitgrößte MigrantInnengruppe ausmachen, sind sie als eigenständige MigrantInnengruppe nicht anerkannt, da sie in der Regel Staatsbürgerinnen und Staatsbürger der Türkei, des Irans, Iraks oder von Syrien sind.
Fundamentale Rechte, die übrigen MigrantInnengruppen besitzen, so z. B. muttersprachlicher Unterricht; Beratung und Betreuung in der eigenen Muttersprache; Teilhabe an spezifischen Integrationsmaßnahmen u. ä. bleiben ihnen verwehrt. Zudem stellen sich Organisations- und Betätigungsverbote, Repressionsmaßnahmen und Stigmatisierungen der kurdischen Selbstorganisationen als große Integrationshindernisse dar. So wird eine große Gruppe der Bevölkerung, die sich längst zu einem festen Bestandteil unserer Gesellschaft entwickelt hat, an den Rand gedrängt. Diesen Umstand zu ändern, ist dringlicher denn je geworden.
Die Konferenz "KurdInnen in Hessen – Geschichte, Gegenwart und Perspektiven der Gleichstellung" soll einen Beitrag dazu leisten. Bestandsaufnahme, Darstellung der aktuellen Probleme, Erfahrungsaustausch und Diskussion von Lösungsansätzen sollen die Schwerpunkte der Konferenz ausmachen.
| Termin | 29.01.2011 10:00 — 29.01.2011 18:30 |
|---|---|
| Veranstalter | RLS Hessen |
| Ort |
Hessischer Landtag
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| Veranstaltungs-Art | Konferenz |
| Link | http://www.hessen.rosalux.de/event/42666/kurdinnen-in-hessen.html |
last modified 07.01.2011 10:54